Tipps für die optimale Altersvorsorge

Tipps für die optimale Altersvorsorge 

Grundsätzlich ist es so, dass jeder, der über einen bestimmten Zeitraum Beiträge in die Rentenkasse einbezahlt und ein gewisses Alter erreicht hat, Anspruch auf seine Altersrente hat. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass die gesetzliche Rente umlagefinanziert ist. 

Das heißt, dass der Beitragszahler durch seine Beiträge nicht sein eigenes Rentenkonto bespart, sondern lediglich den Anspruch auf eine spätere Rente erwirbt. Die einbezahlten Beiträge werden unmittelbar an diejenigen ausbezahlt, die aktuell Rente beziehen.

Solange die Einnahmen der Rentenkasse ausreichen, um die Ausgaben zu decken, funktioniert dieses System. Allerdings wird unsere Gesellschaft immer älter, so dass die Zahl der Rentenempfänger steigt, während die Anzahl der Beitragszahler durch eine stagnierende oder rückläufige Geburtenrate sinkt.

Im Ergebnis wird das Niveau der Renten also vermutlich immer weiter nach unten korrigiert werden müssen, so dass es sinnvoll ist, sich frühzeitig um eine private Altersvorsorge zu kümmern, die im Alter dann als Zusatzeinkommen zur Verfügung steht. Allerdings kennt der Markt eine mittlerweile so große Produktpalette, dass es für den Laien schwierig wird, den Überblick zu behalten und ein tatsächlich geeignetes Produkt zu finden. 

Hier daher die drei wichtigsten Tipps zur optimalen Altersvorsorge: 

1.       Überblick verschaffen. 

Zunächst gilt es, zu überprüfen, wie hoch die Rente ist, die später voraussichtlich ausbezahlt werden wird. Informationen dazu enthält die Renteninformation, die einmal jährlich an diejenigen verschickt wird, die älter sind als 27 Jahre und mehr als fünf Jahre lang Beiträge leisten. 

Neben einer Auflistung der bisher einbezahlten Beiträge und der bislang erfassten rentenrechtlichen Zeiten zeigt die Renteninformation auf, wie hoch der aktuelle Rentenanspruch bei einer vollen Erwerbsminderung ist, in welcher Höhe die Regelaltersrente sich vermutlich bewegen wird und inwieweit sich künftige Rentenanpassungen auf die Rentenhöhe auswirken werden. 

Somit verfügt der Beitragszahler über einen ersten Anhaltspunkt über sein späteres Einkommen, sollte aber immer einen gewissen Betrag abziehen, da Steuern, Inflation und Prämien für die Krankenversicherung nicht berücksichtigt sind. Stellt er nun die Kosten, die er im Alter haben wird, beispielsweise für Miete, Strom und andere Lebenserhaltungskosten, seiner voraussichtlichen Rente gegenüber, kann er errechnen, wie viel Rente zum Leben übrig bleibt.

2.       Das richtige Produkt. 

Als Faustregel für die Altersvorsorge gilt, dass diese umso günstiger ist, je früher sie abgeschlossen wird, weil dann noch entsprechend viel Zeit zum Ansparen eines Guthabens verbleibt. Im Idealfall fließen dabei etwa acht Prozent des Bruttoeinkommens in die Vorsorge.

Zu den klassischen Produkten in diesem Zusammenhang gehört die private Rentenversicherung, die letztlich wie eine kapitalbildende Lebensversicherung aufgebaut ist, sich aber primär auf den Erlebensfall bezieht. Daher sind die Beiträge meist etwas niedriger und die Rendite etwas höher. 

Zum Zeitpunkt der Fälligkeit erhält der Versicherungsnehmer seine Versicherungssumme inklusive Verzinsung und möglichen Überschüssen als lebenslange Zusatzrente oder als einmalige Kapitalleistung ausbezahlt. Bessere Renditechancen aber auch ein höheres Risiko bieten fondsgebundene Rentenversicherungen, bei denen die Beiträge in Wertpapieren angelegt werden. Die Riester- und die Rürup-Rente gehören zu den Vorsorgeprodukten, die durch Zulagen und Steuervorteile staatlich gefördert werden. 

Voraussetzung ist allerdings, dass entsprechend zertifizierte Produkte ausgewählt und ein bestimmter Prozentsatz des Jahreseinkommens angelegt wird. Staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte sind sicher vor einer Pfändung und vor Hartz IV, können aber meist nicht vererbt, übertragen oder vorzeitig gekündigt werden. Außerdem kann die Auszahlung im Regelfall nur als Rente und erst mit Eintritt ins Rentenalter erfolgen.

3.       Entsprechend versichern. 

Es gibt einige Versicherungen, die einfach sehr wichtig sind und unabhängig von der Rente dazu beitragen, dass das Leben finanziell abgesichert gestaltet und der spätere Lebensabend nicht überschattet von Schulden genossen werden kann. Zu diesen Versicherungen gehört eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die die Arbeitskraft absichert.

Für junge Familien oder bei bestehenden Verpflichtungen bietet sich zudem eine Risikolebensversicherung an. Diese ist meist zu sehr günstigen Beiträgen zu haben, sichert aber die Hinterbliebenen für den Fall der Fälle ab.

Video-Dokumentation zur Funktion der Altersvorsorge:

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