Fragen und Antworten – Online-Kredit Beantragung

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Beantragen eines Online-Kredits 

In Zeiten des Internets ist es heute nicht mehr notwendig, seine Hausbank oder eine Filialbank vor Ort aufzusuchen, um einen Kredit zu beantragen. Stattdessen können die Angebote unzähliger Banken und Anbieter ganz bequem von zu Hause aus miteinander verglichen und der Kredit dann per Mausklick beantragt werden.

Aber auch wenn viele Direktbanken und andere Anbieter von Krediten mit günstigen Konditionen, einem unbürokratischen Ablauf und einer sofortigen Kreditzusage werben, ist auch ein Online-Kredit an bestimmte Voraussetzungen gebunden.

Welche Voraussetzungen dies sind und wie sich der Ablauf konkret gestaltet, erklärt die folgende Übersicht mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Beantragen eines Online-Kredits: 

In welcher Höhe werden Online-Kredite vergeben?

Je nach Anbieter bewegen sich Online-Kredite meist zwischen 1.000 und 50.000 Euro, einige Banken vergeben Online-Kredite auch bis zu einer Höhe von 100.000 Euro. Im Hinblick auf die Laufzeiten kann der Kreditnehmer üblicherweise zwischen 12 bis 84 Monaten wählen, bei Kreditsummen über 50.000 Euro sind oft auch Laufzeiten von bis zu 120 Monaten möglich. 

Online-Kredite sind, ähnlich wie herkömmliche Raten- und Konsumentenkredite, nicht an einen bestimmten Zweck gebunden. Das bedeutet, der Kreditnehmer kann frei über die Kreditsumme verfügen und das Geld verwenden, um beispielsweise sein Girokonto auszugleichen, eine Anschaffung zu finanzieren oder einen finanziellen Engpass zu überbrücken.  

Wie hoch sind die Zinsen für einen Online-Kredit?

Vor allem bei Direktbanken, die kein Filialnetz betreiben, fallen die Kosten für einen Online-Kredit meist etwas günstiger aus als bei der Bank vor Ort. Aber auch bei einem Online-Kredit hängt der Zinssatz von der Kredithöhe, der Laufzeit und der Bonität des Kreditnehmers ab. 

In Abhängigkeit von diesen drei Faktoren bewegt sich der Zinssatz üblicherweise zwischen knapp drei und gut zehn Prozent. Auf den Internetseiten der meisten Anbieter stehen jedoch Kreditrechner zur Verfügung, mit deren Hilfe der potenzielle Kreditnehmer seinen Wunschkredit berechnen kann. 

Dazu gibt er die gewünschte Kredithöhe und die Laufzeit an, füllt teilweise einige weitere Felder aus und der Kreditrechner ermittelt innerhalb kürzester Zeit die voraussichtliche Ratenhöhe und den Zinssatz.  

Welche Voraussetzungen gelten für einen Online-Kredit?

Im Hinblick auf die Voraussetzungen, die der potenzielle Kreditnehmer erfüllen muss, gibt es im Wesentlichen keine großen Unterschiede zwischen einem herkömmlichen Kredit und einem Online-Kredit. Auch bei einem Online-Kredit muss der Antragssteller ein regelmäßiges Einkommen nachweisen und über einen bestimmten Zeitraum für seinen Arbeitgeber beschäftigt sein. 

Bei einigen Anbietern reichen dabei sechs Monate aus, andere Banken erwarten ein mindestens ein Jahr andauerndes Beschäftigungsverhältnis. Dies erklärt sich damit, dass als Sicherheit in aller Regel die Lohn- oder Gehaltsabtretung vereinbart wird, wenn der Kreditnehmer den Online-Kredit nicht zurückzahlen kann. Eine weitere Voraussetzung ist eine positive Schufa-Auskunft, denn bei einem Negativeintrag wird der Kredit im Regelfall nicht bewilligt. 

Bezieht der Antragssteller Arbeitslosengeld I oder II, benötigt er einen Bürgen mit regelmäßigem Einkommen und einer positiven Schufa. Bewilligt werden jedoch meist nur Kleinkredite, ähnlich wie bei Selbstständigen und Freiberuflern. Für sie kommen aber ohnehin nur recht wenige Direktbanken als Kreditgeber in Frage.  

Wie wird ein Online-Kredit beantragt?

Nachdem der Wunschkredit mit Kredithöhe und Laufzeit per Kreditrechner ermittelt wurde, kann der Online-Kredit direkt über das Formular auf der Webseite beantragt werden. Das Formular fragt die persönlichen Daten des Antragstellers sowie Daten zur Selbstauskunft, beispielsweise die monatlichen Einnahmen und Ausgaben, ab. 

Nach dem Abschicken des Formulars wird ein individuelles Kreditangebot erstellt, das auch eine vorläufige Zusage enthält. Ist der Antragsteller mit dem Angebot einverstanden, kann er die Vertragsunterlagen ausdrucken. Diese füllt er aus, unterschreibt sie, ergänzt sie mit den beiden letzten Einkommensnachweisen in Kopie und bringt sie zur Post. 

Hier identifiziert er sich über das PostIdent-Verfahren, anschließend werden die Unterlagen portofrei an den Kreditanbieter weitergeleitet. 

Ist die Online-Sofortzusage bereits die endgültige Zusage?

Bei der Online-Sofortzusage, die zusammen mit dem konkreten Kreditangebot erteilt wird, handelt es sich um eine automatisierte Antwort. Besteht keine Aussicht, dass der Wunschkredit bewilligt wird, wird der Antrag in aller Regel zwar unmittelbar abgelehnt, aber auch die Online-Sofortzusage ist noch keine endgültige Zusage. Eine endgültige Zusage erfolgt erst, nachdem der Kreditgeber die Unterlagen und die Bonität des Antragstellers überprüft hat. 

Dies geschieht meist durch das sogenannte Scoring. Hierbei handelt es sich um ein Berechungsverfahren, bei dem die Angaben des Antragsstellers, die Schufa-Datei und die Informationen anderer Auskunftsdateien mathematisch-statistisch ausgewertet werden. 

Der Kreditgeber kann auf dieser Grundlage dann ermitteln, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Antragssteller den Kredit ordnungsgemäß zurückzahlen wird. Fällt das Scoring positiv aus, bewilligt der Anbieter den Online-Kredit endgültig und überweist die Kreditsumme auf das Girokonto des Kreditnehmers. Meist kann der Kreditnehmer schon nach drei bis vier Werktagen nach Eingang der Unterlagen beim Kreditgeber über das Geld verfügen.

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