Infos und Tipps zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die wichtigsten Infos und Tipps zur Berufsunfähigkeitsversicherung 

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Ist das Auto nach einem Unfall ein Totalschaden, kann es durch ein neues ersetzt werden. Ist die Wohnung durch einen Wasserschaden oder ein Feuer beschädigt, kann sie nach und nach wieder bewohnbar gemacht werden.

Dies setzt allerdings voraus, dass die eigene Arbeitskraft vorhanden ist und damit ein Einkommen erwirtschaftet werden kann. Geht jedoch die eigene Arbeitskraft infolge einer Erkrankung oder eines Unfalls verloren, kann diese nicht mehr ersetzt werden und neben der körperlichen und psychischen Belastung drohen dann auch noch schmerzliche finanzielle Einbußen.

Natürlich wird in einer solchen Situation niemand gänzlich im Stich gelassen und neben einer Erwerbsminderungsrente sieht der Gesetzgeber Sozialleistungen in Form von Hartz IV und Zuschüssen vor. 

Fraglich ist aber, ob diese Leistungen ausreichen, um damit dauerhaft einen halbwegs vernünftigen Lebensstandard sicherzustellen. Insofern sollte jeder, der auf seine Arbeitskraft angewiesen ist, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. 

Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass Statistiken zeigen, dass jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte gesundheitsbedingt vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheidet. Nun lauern aber auch bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung einige Fallstricke und nicht jede Police bietet tatsächlich den Schutz, den der Versicherungsnehmer benötigt. 

Hier daher die wichtigsten Infos und Tipps,
zur Berufsunfähigkeitsversicherung in der Übersicht: 

•        Möglichst früh abschließen. 

Wie für viele andere Versicherungen gilt auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung, dass diese umso günstiger ist, je jünger der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss ist. 

Dies liegt daran, dass das Risiko der Berufsunfähigkeit mit zunehmendem Alter steigt und bei älteren Versicherungsnehmern oft schon Vorerkrankungen vorliegen. Daher verlangen die Versicherer in diesem Fall dann Risikozuschläge, schließen die Absicherung einzelner Leistungen aus oder lehnen den Antrag schlimmstenfalls vollständig ab.

•        Richtig absichern. 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bringt letztlich nicht viel, wenn die monatlich vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zu niedrig angesetzt ist. Ausschlaggebend für die Rentenhöhe muss daher immer das Nettoeinkommen sein.

•        Keine ungenauen Leistungsausschlüsse. 

Bei einigen Vorerkrankungen oder persönlichen Merkmalen wie beispielsweise Übergewicht oder Allergien befürchten Versicherungen ein erhöhtes Berufsunfähigkeitsrisiko. Folglich verlangen sie Risikozuschläge oder bieten die Absicherung nur mit Leistungsausschlüssen an. 

In letzterem Fall sollte der Versicherungsnehmer darauf achten, dass konkrete Krankheiten benannt sind. Schließt der Versicherer nur allgemein beispielsweise Herz- und Kreislauferkrankungen oder Allergien und Folgeerkrankungen aus, kann der Versicherungsnehmer davon ausgehen, dass der Versicherer im Ernstfall einen medizinischen Grund finden wird, der seine Leistungsverweigerung rechtfertigt.

•        Ehrlichkeit bei Gesundheitsfragen. 

Auch wenn Risikoaufschläge und Leistungsausschlüsse die Folge sein können, sollte der Versicherungsnehmer niemals Erkrankungen verschweigen. 

Stellt sich nämlich später heraus, dass der Versicherungsnehmer unvollständige Angaben gemacht hat, kann die Versicherung den Versicherungsschutz und damit ihre Zahlung verweigern. Sinnvoll ist daher, den Gesundheitsfragebogen zusammen mit dem Hausarzt ausfüllen oder von diesem bestätigen zu lassen.

•        Keine Kombipolicen. 

Viele Versicherungsvertreter preisen eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombination mit einer Kapitallebensversicherung an. Richtig ist, dass der Versicherungsnehmer auf diese Weise über eine Altersvorsorge und den Berufsschutz verfügt. Kann er die Beiträge jedoch nicht mehr bezahlen, verliert er auch beides. 

Daher sind Kombipolicen grundsätzlich keine gute Wahl und meist zudem letztlich auch teurer als Einzelpolicen.

•        Berufsunfähigkeits- vs. Unfallversicherung. 

Zugegeben, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist deutlich teurer als eine Unfallversicherung. Allerdings kann die Unfallversicherung die Berufsunfähigkeitsversicherung keinesfalls ersetzen, denn die Unfallversicherung greift tatsächlich ausschließlich im Fall eines Unfalls. 

Für die Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen spielt es keine Rolle, wie der Versicherungsnehmer seine Arbeitskraft verliert. Er ist damit also sowohl im Fall einer Erkrankung als auch im Fall eines Unfalls abgesichert.

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