Infos, Tipps und Fallstricke beim Kauf vom Bitcoin, Teil 3

Infos, Tipps und Fallstricke beim Kauf vom Bitcoin, Teil 3

Der Bitcoin ist die älteste und bekannteste Kryptowährung mit der höchsten Marktkapitalisierung. Trotz der großen Konkurrenz durch die unzähligen anderen Kryptowährungen, die im Laufe der Zeit entstanden sind und auf dem Markt gehandelt werden, hat sich der Bitcoin als Spitzenreiter etabliert. Wer sich mit digitalen Währungen befasst, stößt deshalb zwangsläufig auf den Bitcoin. Doch bevor der Anleger investiert, sollte er ein paar Punkte bedenken.

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Infos, Tipps und Fallstricke beim Kauf vom Bitcoin, Teil 3

Wir haben eine Beitragsreihe zum Kauf vom Bitcoin erstellt. Dabei ging es in den beiden ersten Teilen um grundlegende Infos und Tipps für den Handel.

Jetzt, im letzten Teil 3, werfen wir noch einen Blick auf die Fallstricke, die beim Kauf vom Bitcoin lauern und die der Anleger als Risiken auf dem Schirm haben sollte:

Gekaufte Coins über die Krypto-Börse speichern lassen

Hat der Anleger Bitcoin gekauft, muss er die digitalen Einheiten speichern. Dazu kommt in aller Regel eine sogenannte Wallet zum Einsatz. Die Wallet ist eine elektronische Geldbörse, die es als Online- und als Offline-Version gibt.

Lässt der Anleger seine Coins direkt über die Krypto-Börse verwahren, steigt das Risiko. Denn die Anbieter verwenden meist Online-Wallets. Gelingt es Hackern, sich Zugriff zu verschaffen, können sie die Bestände stehlen.

Besser und sicherer ist deshalb, wenn der Anleger eine eigene Offline-Wallet verwendet. Optimal ist eine Wallet auf separater Hardware, die nicht mit dem Internet verbunden ist und nur bei Bedarf, etwa bei Transaktionen, online geht.

Sie bietet den besten Schutz vor Hackerangriffen.

Steigende Kurse voraussetzen

Vor allem in den vergangenen zehn Jahren ist der Preis des Bitcoins regelrecht explodiert. Trotzdem sollte der Anleger nicht den Fehler machen, davon auszugehen, dass der Kurs auch weiterhin stetig steigen oder sich zumindest auf einem hohen Niveau einpendeln wird. Ganz im Gegenteil kann es jederzeit passieren, dass der Kurs deutlich fällt.

In der Vergangenheit es ist schon mehrfach passiert, dass der Preis enorm geschwankt hat.

So gab es zum Beispiel Ende 2017 ein Hoch, bei dem ein Bitcoin bis zu 16.000 Euro kostete. Doch in den darauffolgenden Monaten stürzte der Kurs ab und ein Bitcoin war plötzlich nur noch 6.000 Euro wert.

Wie alle Digitalwährungen unterliegt der Bitcoin starken Schwankungen. Und auch bei der führenden Kryptowährung sind hohe Verluste nicht ausgeschlossen.

Der Anleger kann das Verlustrisiko zwar senken, indem er das Investment als langfristige Anlage sieht und darauf vertraut, dass sich die Kurse nach einem Abfall wieder erholen. Trotzdem muss ihm klar sein, dass es eben in alle Richtungen gehen kann.

Die veraltete Technik ignorieren

Als Urgestein unter den Kryptowährungen arbeitet der Bitcoin mit einer Technik, die nicht mehr auf dem aktuellsten Stand ist. Zum Problem kann dies deshalb werden, weil sich Händler und Anleger zunehmend anderen Kryptowährungen zuwenden könnten.

Immerhin gibt es inzwischen über 10.000 verschiedene Digitalwährungen und darunter finden sich durchaus Alternativen, die interessant sind und mit Blick auf die Marktkapitalisierung beachtliche Größen erreicht haben.

Vor allem jüngere Kryptowährungen nutzen eine bessere und effizientere Technik. Steigt das Interesse an alternativen Kryptowährungen mit moderner Technik und sinkt gleichzeitig die Nachfrage nach dem Bitcoin, wäre ein fallender Kurs die Folge.

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Der enorme Stromverbrauch bleibt als Negativmerkmal bestehen

Experten sehen die Akzeptanz des Bitcoins auch dadurch gefährdet, dass für Transaktionen und vor allem für das Mining extrem viel Strom verbraucht wird. Einige andere Kryptowährungen sind in dieser Hinsicht deutlich effizienter und durch die Energieeinsparungen nachhaltiger.

Allerdings kann der Bitcoin gegensteuern. Wird beim Mining das bisherige Proof-of-Work-Verfahren auf das Proof-of-Stake-Verfahren umgestellt, könnte Energie eingespart werden. Ob diese Umstellung erfolgen wird und wenn ja wann, ist derzeit aber noch unklar.

Der Bitcoin könnte verboten oder durch staatliche Kryptowährungen ersetzt werden

Ein weiteres Risiko bezieht sich nicht nur auf den Bitcoin, sondern betrifft letztlich alle Kryptowährungen. Der boomende Handel mit digitalen Währungen bereitet vielen Staaten Sorge. Zumal sie keine Kontrollmöglichkeiten haben und nicht regulierend eingreifen können.

Aus diesem Grund gehen einige Staaten vergleichsweise restriktiv mit den Krypto-Märkten um. Ein Beispiel dafür ist China, wo das Mining von Bitcoins mittlerweile verboten ist.

Sollte es zum Trend werden, dass immer mehr Staaten den Handel mit Kryptowährungen verbieten, würde sich das sehr nachteilig auf den Kurs des Bitcoins auswirken. Denn die wenigsten Anleger dürften Interesse daran haben, auf andere Länder auszuweichen, nur um den Handel fortsetzen zu können.

Ein anderer Aspekt ist, dass etliche Staaten an eigenen Kryptowährungen arbeiten. Auch in der Eurozone soll es einen digitalen Euro geben.

Kommen staatliche Kryptowährungen auf den Markt, könnte das Interesse an den bisherigen Kryptowährungen stark nachlassen. Denn anders als der Bitcoin ist eine staatliche Kryptowährung reguliert und bietet dadurch vorsichtigeren Anlegern weit mehr Sicherheit.

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Simon Schubert, - Finanzberater, Timo Sustack, - Finanzwirt, Elke Husung, - Senior Finance Managerin und Christian Gülcan seit 30 Jahren Unternehmer, Gründer, VC-Investor, Kryptoinvestor, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Finanzangelegenheiten, Geldanlagen, Finanzierungen und Bankwesen. Die Inhalte des Informationsangebots, stellen keine Finanzberatung oder Anlageberatung dar - somit ersetzen die Inhalte auch keine persönliche Beratung mit einen Finanzberater oder Steuerberater.

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