Rezession in Deutschland

Eine Rezession in Deutschland?! 

Kaum begann die Finanzkrise wurde auch von einer möglichen Rezession gesprochen. Jetzt scheinen sich die Unkenrufe zu bestätigen, Deutschland steckt nach Meinung der Wirtschaftsexperten in einer Rezession.

Zunächst stellt sich jetzt die Frage, was eine Rezession eigentlich ist. Eine Rezession ist zunächst nichts anderes als ein Abschwung, das heißt also eine Zeit, in der das Bruttoinlandsprodukt in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen stagniert oder leicht sinkt. 

Die Steigerung einer Rezession ist eine Depression, die sich dadurch kennzeichnet, dass die Wirtschaft nachhaltig schrumpft, was in der Folge zu hoher Arbeitslosigkeit und Deflation führt. Es ist zweifelsohne unumstritten, dass Zeiten, in denen die Konjunktur stagniert oder zurückgeht, die Profite sinken und die Auftragslage schwieriger wird, immer den Beigeschmack einer Krise haben. 

Aber fraglich ist, ob die derzeitige Wirtschaftslage eine solche Panikmache und Schwarzmalerei tatsächlich rechtfertigt. Aus Sicht der normalen Bevölkerung besteht die Rezession nicht erst seit der Finanzkrise, sondern schon sehr viel länger, denn konstant steigende Kosten für Lebensmittel, Öl und Benzin sowie immer höhere Steuern und andere Abgaben, bei gleichzeitig gleichbleibenden oder geringen Löhnen im Rahmen von Zeit- und Leiharbeit sorgen nicht erst seit der Finanzkrise dafür, dass der Durchschnittsbürger immer weniger Geld in der Tasche hat.

Auswirkungen der Finanzpolitik 


Außerdem heißt Rezession nicht zwangsläufig, dass Unternehmen große Verluste hinnehmen müssen. Ein großes börsennotiertes Unternehmen, dessen Gewinn in Zeiten einer Wirtschaftskrise nicht bei den erwarteten 10 Millionen, sondern eben nur bei tatsächlichen 5 Millionen liegt, hat dennoch einen Gewinn gemacht. Insofern bewirkt die Rezession eigentlich nur, dass nun auch Besserverdiener die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzpolitik zu spüren bekommen.

Aber auch das ist eigentlich weit weniger dramatisch, denn vor der Rezession befand sich die Wirtschaft in einem Aufschwung, und jeder Aufschwung findet natürlicherweise irgendwann ein Ende. Hinzukommt, dass an einer Rezession bei weitem nicht alles schlecht ist.

Letztlich führt eine Rezession nämlich dazu, dass die Preise für Güter und Dienstleistungen aufgrund einer niedrigeren Nachfrage sinken. Wären da dann nicht die höheren Steuerbelastungen, die durch die Rettungspakete entstehen, hätte der Bürger wieder mehr Geld in der Tasche und könnte dieses Geld wiederum in den Wirtschaftskreislauf zurückführen.

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