Onlinebanking und falsche Kontonummer

Was tun bei Onlinebanking und falscher Kontonummer? 

Das Onlinebanking erfreut sich großer Beliebtheit und es ist auch überaus praktisch und bequem, sein Konto jederzeit von zu Hause aus einsehen, Zahlungseingänge überprüfen und Überweisungsaufträge tätigen zu können. 

Durch entsprechende Software ist das Onlinebanking mittlerweile auch wesentlich sicherer geworden, als dies noch vor einiger Zeit der Fall war. 

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die meisten Banken das Onlinebanking kostenfrei anbieten und Überweisungen gebührenfrei oder zumindest zu deutlich günstigeren Gebühren durchgeführt werden können, als bei einer Überweisung per Bankschalter.

Was aber passiert, wenn bei einer Onlineüberweisung versehentlich eine falsche Kontonummer eingegeben wird?:

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Grundsätzlich haftet der Kunde für den Schaden, wenn beim Onlinebanking eine falsche Kontonummer eingegeben wird, denn bei bargeldlosem Zahlungsverkehr ist die Bank nicht dazu verpflichtet, Kontonummer und angegebenen Empfänger miteinander abzugleichen. 

Vertippt sich der Überweisende also beispielsweise und gibt es bei der betreffenden Bank ein Konto mit dieser Nummer, kann das Geld auf diesem Konto gutgeschrieben werden, ohne dass die Bank anschließend für den Schaden aufkommen muss. Anders ist es, wenn der Überweisungsträger von Hand ausgefüllt wird. 

In diesem Fall werden Kontonummer und Empfängerdaten von dem Kreditinstitut überprüft und sollten Unstimmigkeiten auftreten, ist die Bank dazu berechtigt, den Zahlungsverkehr zu stoppen und die Überweisung erst dann auszuführen, wenn die Unstimmigkeiten aufgeklärt sind.

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Wurde eine falsche Kontonummer eingegeben, kann der Kunde die Überweisung prinzipiell stornieren, allerdings nur solange, solange das Geld auf dem fremden Konto noch nicht gutgeschrieben wurde. 

Wird der Überweisungsauftrag also nicht mit sofortiger Wirkung ausgeführt, kann er noch widerrufen werden. Bei sofort ausgeführten Überweisungen findet es allerdings meist der Hinweis, dass ein Widerruf nicht möglich ist, da die Transaktion unmittelbar erfolgt, wobei auch hier gilt, dass der Auftrag durchaus gestoppt werden kann, bis das Geld auf dem fremden Konto eingegangen ist.

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Wurde das Geld bereits auf dem fremden Konto gutgeschrieben, wird es sehr schwierig, sein Geld wiederzubekommen. Für die Bank ist der Auftrag abgeschlossen, wenn die Überweisung ausgeführt wurde. 

In diesem Fall besteht dann nur die Möglichkeit, den Inhaber des fremden Kontos ausfindig zu machen und ihn um die Rückgabe des Geldes zu bitten. Lehnt dieser die Rückgabe allerdings ab, besteht keine Möglichkeit mehr, das fälschlicherweise überwiesene Geld zurückzuholen.

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Thema: Tipps nach einer Onlineüberweisung mit falscher Kontonummer

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