Vor- und Nachteile von Festgeld

Vorteile und Nachteile von Festgeld 

Wie sich bereits aus der Bezeichnung ableiten lässt, handelt es sich bei Festgeld um eine Form der Geldanlage, bei der eine bestimmte Geldsumme für einen fest vereinbarten Zeitraum fest angelegt wird. Dabei sind die Zinsgewinne umso höher, je länger die Anlagedauer ist und in aller Regel kann zwischen einigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren gewählt werden. 

In den meisten Fällen beträgt die Mindestanlagesumme 2000 Euro und vor der Eröffnung eines Festgeldkontos sollte der Anleger genau abwägen, wie lange er auf wie viel Geld verzichten kann.

Entscheidet sich ein Anleger für ein Festgeldkonto,
bietet ihm diese Anlagevariante einige Vorteile: 

1.      

Ein Festgeldkonto gehört zu den sicheren Geldanlagen, denn insbesondere bei deutschen Anbietern sind die Einlagen abgesichert und im Gegensatz zu beispielsweise Aktien oder Fonds drohen keine Verluste.

2.      

Die Rendite ist bereits im Vorfeld planbar, denn der vereinbarte Zinssatz wird über die gesamte Laufzeit gewährt, auch wenn sich die Zinslage zwischenzeitlich ändert. Dabei werden in aller Regel höhere Festgeldzinsen angeboten, wenn eine lange Laufzeit vereinbart wird.

3.      

Einige Anbieter ermöglichen, das Festgeldkonto online zu eröffnen und zu verwalten. Hier sind die Konditionen meist noch etwas besser als bei Banken mit Filialnetz und in aller Regel werden auch keinerlei Gebühren fällig.

4.      

Auch aus steuerlicher Sicht ist Festgeld durchaus interessant, denn die Vergünstigungen für Finanzprodukte aus dem Bereich Aktien und Fonds sind so nicht mehr gegeben. Prinzipiell müssen anfallende Zinsen versteuert werden. 

Mit Einführung der Abgeltungssteuer führt der Anleger die Festgeldzinsen nun allerdings nicht mehr selbst ab. Dies übernimmt die jeweilige Bank und der Anleger muss dem Finanzamt die entsprechende Bescheinigung nur noch vorlegen.

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Allerdings gibt es auch beim Festgeld Punkte, die sich nachteilig auswirken:

1.      

Nahezu alle Anbieter arbeiten mit Mindesteinlagen, die sich im unteren 4-stelligen Bereich bewegen. Verfügt ein Anleger nicht über Kapital in dieser Höhe oder möchte er nicht so viel Geld fest anlegen, ist die Eröffnung eines Festgeldkontos ausgeschlossen.

2.      

Der festvereinbarte Zinssatz wirkt sich positiv aus, wenn die Zinsen zwischenzeitlich sinken. Steigen die Zinsen jedoch während der Laufzeit, kann der Anleger hiervon nicht profitieren und die höhere Renditemöglichkeit nicht nutzen. Hinzu kommt, dass einige Anbieter mit gestaffelten Zinssätzen arbeiten, die sich wiederum aus der Laufzeit und der Anlagesumme ergeben.

Das angelegte Geld ist, anders als etwa bei einem Tagesgeldkonto, während der Laufzeit nicht verfügbar. Einige Anbieter ermöglichen zwar eine vorzeitige Kündigung, allerdings bedeutet dies zeitgleich auch Zinsverluste.

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