Tipps für Privatkredite

Tipps und Übersicht für Privatkredite (Ablauf, Kosten, Voraussetzungen etc. für Anleger und Kreditsuchende) 

Gerade in Zeiten, in denen das Geld knapp ist, Banken und Kreditinstitute aber nur ungern Kredite vergeben oder die Konditionen doch eher ungünstig ausfallen, stellt sich die Frage, welche Alternativen es zu klassischen Bankkrediten gibt. 

Zum einen wären da beispielsweise Finanzspritzen aus dem Verwandten- und Freundeskreis, aber selbst wenn hier genügend Mittel zur Verfügung stehen, ist die Hemmschwelle nach Geld zu fragen, doch meist sehr groß. 

Eine andere Möglichkeit sind Privatkredite, durch die sich letztlich Verbraucher von anderen Verbrauchern Geld leihen können. Dieses Prinzip ist auch unter der Bezeichnung Social Lending bekannt und auf einigen Online-Marktplätzen möglich. 

Hier die wichtigsten Infos und Tipps dazu in der Übersicht:

•        Das Prinzip. 

Je nach Plattform werden unterschiedliche Kredite angeboten, meist bewegen sich die Kredithöhen aber zwischen 1.000 und 25.000 Euro, mit Laufzeiten von bis zu 60 Monaten. Neben Krediten für private Zecke sind auch Kredite für gewerbliche Verwendungszecke möglich. 

Privatanleger stellen ihr Geld zur Verfügung, Verbraucher können dieses Geld dann ausleihen, wobei die Zinssätze in aller Regel unter den Zinssätzen der Banken liegen. 

Sicherheit ist für beide Seiten gegeben, denn seriöse Kreditmarktplätze arbeiten mit zwischengeschalteten Banken zusammen, die ihrerseits der Kontrolle der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen unterliegen. 

•        Der Ablauf. 

Ein Kreditsuchender meldet sich zunächst bei dem entsprechenden Kreditmarktplatz an. Nach der Anmeldung erfolgt eine Identifizierung mittels Post-Ident-Verfahren, einige Anbieter führen zudem eine Bonitätsprüfung durch. 

Anschließend wird der Kreditsuchende nach einem bestimmten System bewertet und in eine Gruppe eingestuft, durch die die Geldgeber ihr Ausfallrisiko abschätzen können. Der Kreditsuchende stellt daraufhin sein Gesuch ein und benennt dabei die benötigte Höhe des Kredites, die gewünschte Laufzeit, die Höhe des Zinssatzes, den er maximal bezahlen möchte, sowie den Verwendungszweck. 

Dieses Gesuch bleibt dann über einen gewissen Zeitraum auf dem Marktplatz sichtbar. Haben sich nach Ablauf der Frist nicht genügend Geldgeber gefunden, um die Kreditsumme zumindest anteilig zur Verfügung zu stellen, wird das Kreditgesuch meist gelöscht. 

Kam es zu einer erfolgreichen Vermittlung, wird ein Kreditvertrag aufgesetzt und die ordnungsgemäße Rückzahlung durch den Kreditmarktplatz überwacht. Anleger melden sich ebenfalls an, wobei es in aller Regel Mindest- und Höchstgrenzen für das Anlagekapital gibt.

Anschließend können sie die Gesuche einsehen und entscheiden, ob und in welcher Höhe sie den jeweiligen Kreditwunsch unterstützen möchten.

•        Die Kosten. 

Die Betreiber der Kreditmarktplätze erheben unterschiedliche Gebühren. Bei einigen ist die Anmeldungen bereits kostenpflichtig, andere erheben lediglich eine Vermittlungsprovision in Höhe der tatsächlich vermittelten Kreditsumme. 

Trotz der Kosten sind die Kredite meist deutlich günstiger als bei Banken und außerdem ergibt sich der Vorteil, dass auch Selbstständige oder Personen mit eher schlechter Bonität die Chance auf einen Kredit haben. 

Für den Anleger ergibt sich der Vorteil von ordentlichen Renditechancen für sein Kapital, wobei die Renditechancen immer von der Bonität seiner Kreditnehmer abhängen. 

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