Das Comeback des Sparbuchs

Das Comeback des Sparbuchs 

Sicherlich nicht nur vor dem Hintergrund der Finanzkrise legen viele ihr Geld auf die hohe Kante und bei einem Vergleich der weltweiten Sparquoten belegen die Deutschen einen der vorderen Plätze.

Aber gerade durch die Finanzkrise ist das Sicherheitsbedürfnis wieder deutlich angestiegen. So mussten Banken, Sparkassen und Versicherungen vor der Krise teils deutliche Verluste im Zusammenhang mit traditionellen Sparformen hinnehmen. 

Eine klassische Lebensversicherung war beispielsweise weniger attraktiv als die fondsgebundene Lebensversicherung eines ausländischen Anbieters, traditionelle Sparbriefe und Festgeldkonten konnten mit der Verzinsung der Tagesgeldkonten von Online- und Direktbanken nicht mehr mithalten und diverse Zertifikate versprachen überdurchschnittlich hohe Renditen. 

All dies fand jedoch ein jähes Ende, als sich die hohen Renditeerwartungen in teils schmerzliche Verluste umwandelten. Dies wiederum verhalf dem Sparbuch, das gerne mit Attributen wie veraltet oder unrentabel charakterisiert wurde, zu einem regelrechten Comeback und das gute alte Sparbuch lag als Anlageform erstmals seit Jahren wieder vor Lebens- und Rentenversicherungen, Fonds- und Aktienanlagen, Bausparverträgen und Immobilien. 

Vor dem Hintergrund der eher überschaubaren Verzinsung gerieten die Pluspunkte des Sparbuchs fast schon in Vergessenheit, haben im Zuge der Finanzkrise aber wieder an enormer Bedeutung gewonnen.

Die Vorteile: 

•        Ein Sparbuch ist sicher. 

Das Kapital, das der Sparer auf sein Sparbuch einzahlt, unterliegt dem Einlagensicherungsfonds der Banken. Für den Anleger bedeutet das, dass sein Sparguthaben auf jeden Fall wieder an ihn ausgezahlt wird, selbst wenn die Bank insolvent sein sollte.

•        Ein Sparbuch hat sich bewährt.

Das Sparbuch gehört zu den ältesten Anlageformen überhaupt. Es hat sich über viele Jahre und Jahrzehnte bewährt und zeitweise war es fast schon selbstverständlich, dass Geld, das gerade nicht benötigt wurde, auf das Sparbuch eingezahlt wurde. 

Insofern genießt das Sparbuch vor allem bei älteren und konservativen Anlegern großes Vertrauen.

•        Ein Sparbuch ist unkompliziert. 

Niemand muss beim Sparbuch die Finanzmärkte studieren oder sich umfangreiches Wissen aneignen, denn die Funktionsweise des Sparbuches ist denkbar einfach. Der Sparer zahlt sein Geld ein und erhält in regelmäßigen Abständen eine Gutschrift über die Zinsen.

Benötigt er Teile seines Sparguthabens oder das gesamte Geld, lässt er es auszahlen, ohne dabei irgendwelche Fristen beachten zu müssen. 

Dies ist zwar bei einem Tagesgeldkonto ähnlich, allerdings erfolgt hier keine direkte Auszahlung, sondern die Überweisung auf ein Referenzkonto, von dem das Geld dann abgehoben werden kann. 

•        Ein Sparbuch eignet sich für jeden. 

Während bei einigen Anlageformen Mindesteinlagen notwendig sind und die Anlage generell erst ab einer bestimmten Summe Sinn macht, kennt das Sparbuch solche Voraussetzungen nicht. 

Jeder kann eine Bank oder Sparkasse aufsuchen und dort problemlos innerhalb weniger Minuten und ohne Bonitätsprüfungen ein Sparbuch eröffnen. 

Zudem bleibt es ihm selbst überlassen, ob und welchen Betrag er einzahlt. Zwischenzeitlich ist aber auch das Erscheinungsbild des Sparbuches moderner geworden. Das traditionelle Sparbuch als Heft aus Papier wurde bei den meisten Banken nämlich durch die sogenannte Sparcard ersetzt.

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