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Was ist ein Abrufkredit? 

Das Finanzwesen kennt eine Reihe unterschiedlicher Kreditarten, die sich anhand von Faktoren wie beispielsweise mögliche Kreditsumme, Rückzahlungsmodalitäten, Laufzeit oder Absicherung unterscheiden. Eine Variante, die sich insbesondere dann anbietet, wenn kurz- bis mittelfristig Kapital benötigt wird, ist ein sogenannter Abrufkredit.

 

 

Dieser ähnelt vom Prinzip her einem Dispositionskredit, unterscheidet sich allerdings dadurch, dass der Kreditrahmen von einer anderen Bank zur Verfügung gestellt wird und die Konditionen meist günstiger sind.

Hier nun die wichtigsten Infos zum Abrufkredit:

 

       

Wie sich aus dem Namen ableitet, handelt es sich bei einem Abrufkredit um einen Kredit, den der Kreditnehmer je nach Bedarf abrufen kann. Das bedeutet, die kreditgebende Bank stellt einen Kreditrahmen zur Verfügung, der sich meist zwischen 2.500 Euro und 50.000 Euro bewegt.

 

 

Benötigt der Kreditnehmer nun Kapital, kann er den benötigten Betrag abrufen, wobei er den gewährten Kreditrahmen vollständig oder nur anteilig ausschöpfen kann. Ein Abrufkredit ist nicht zweckgebunden, das bedeutet, der Kreditnehmer kann frei über das Kapital verfügen. Insofern gibt es deutliche Parallelen zwischen dem Abruf- und dem Dispositionskredit, allerdings sind im Zusammenhang mit dem Abrufkredit deutlich höhere Kreditrahmen möglich.

 

       

Meist werden Abrufkredite über ein Online-Konto geführt. Das bedeutet, der Kreditnehmer kann jederzeit eine bestimmte Summe abrufen, die umgehend auf sein eigentliches Konto überwiesen wird und im Gegenzug auch jederzeit Einzahlungen auf sein Kreditkonto vornehmen. Da es meist keine Vorgaben gibt, ab welcher Summe Umbuchungen möglich sind, können auch kurzfristig mehrere Kleinbeträge abgerufen werden.

 

       

Die Rückzahlung des Abrufkredites erfolgt in monatlichen Raten, meist kann eine Laufzeit von bis zu 60 Monaten vereinbart werden. Allerdings sehen die meisten Banken auch die Möglichkeit von Sonderzahlungen vor, so dass der Kreditnehmer den Kredit auch wesentlich schneller oder durch eine einmalige Rückzahlung tilgen kann.

 

       

Grundsätzlich bieten Abrufkredite einige Vorteile. So werden Zinsen, die meist unter den Zinssätzen für Dispositionskredite liegen, grundsätzlich nur für die Summe berechnet, die tatsächlich abgerufen wurde, unabhängig von der Höhe des gewährten Kreditrahmens.

 

 

Hat die kreditgebende Bank also beispielsweise einen Abrufrahmen von 25.000 Euro eingeräumt und hat der Kreditnehmer hiervon 5.000 Euro abgerufen, müssen Zinsen nur für die abgerufenen 5.000 Euro bezahlt werden, nicht für die gesamte bereitgestellte Summe. Zudem fallen für die Bereitstellung des Kreditrahmens und die Führung des Kreditkontos in aller Regel ebenfalls keine Gebühren an.

 

 

 

 

 

Thema: Was ist ein Abrufkredit? 

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